5 am Tag-Homepage

Initiativen und Konzepte in anderen Bundesländern

 

Auch in den Bundesländern, die sich bisher nicht am EU-Schulobstprogramm beteiligen, gibt es eine Reihe unterschiedlicher Konzepte und Initiativen, die sich für die gesunde Ernährung der Schüler engagieren. Hier einige Beispiele.

 

Mecklenburg-Vorpommern: Landesschulobstprogramm

Mecklenburg-Vorpommern hat für Grundschulen der Klassen 1-4 und für Förderschulen ein eigenes Landesschulobstprogramm entwickelt, das sich aus drei Teilprojekten zusammensetzt.

Die Apfelkiste versorgt die Schülerinnen und Schüler direkt in der Schule mit frischem Obst aus der Region.

Gleichzeitig führt der aid-Ernährungsführerschein die Kids an die Auswahl gesunder Lebensmittel und deren Zubereitung heran.

Darüber hinaus zeit das Projekt "Streuobst als Schulobst" die Ernste und Verwertung von Obst auf Streuobstwiesen.

Weitere Informationen: www.schulobst-mv.de

Altes Land: Schulapfel

Bereits seit mehreren Jahren liefert der „Förderverein Integriertes Obst aus dem Alten Land e.V.“ Apfelkisten an Schulen und Kindertagesstätten der Metropolregion Hamburg. Grundlage ist ein Apfel-Abo, mit dem die Schulen Äpfel für ein Schulhalbjahr bestellen. Das Abo für einen ganzen Apfel pro Schultag kostet 20 € im Schulhalbjahr (für Nachzügler entsprechend weniger), unabhängig von der Saison.

Die Schuläpfel kommen zu Beginn jeder Schulwoche in Klassenkisten knackfrisch in die Schulen. Unterschiedliche Sorten pro Schulhalbjahr garantieren besten Geschmack.

Mit der ersten Apfelkiste erhält die Klasse einen Apfelteiler zum Ausprobieren. Einmal im Schulhalbjahr gibt es für alle teilnehmenden Klassen einen Prospekt rund um den Apfel und das Anbaugebiet Altes Land. Zudem besteht die Möglichkeit, bei einem Hofbesuch zur Zeit der Apfelblüte oder der Ernte spielerisch alles über den Apfel zu erfahren.

Weitere Informationen unter www.schulapfel.de

Hamburg: Schule Slomanstieg

Mit Beginn des Sommerschulhalbjahres 2011 ging an der Schule Slomanstieg im Hamburger Stadtteil Veddel das erste privat finanzierte Schulfruchtprogramm an den Start. Sponsor des Projektes ist die Aurubis AG, die mit der Schule bereits in verschiedenen Projekten kooperiert. Die ersten Fruchtkörbe überreichten bei der Kick-off-Veranstaltung am 1. Februar in der Schulaula der Leiter des Amtes für Schule und Berufsbildung Norbert Rosenboom und die anderen am Projekt beteiligten Partner den strahlenden Kindern. Die mehr als 300 Vor- und Grundschüler erhalten bis zu den Sommerferien zweimal in der Woche kostenlos Obst oder Gemüse.

Hamburg gehört zu den Bundesländern, die sich bislang noch nicht an dem von der Europäischen Union teilfinanzierten Schulobstprogramm beteiligen. Das Projekt an der Hamburger Schule ist somit ein Modell mit überregionaler Bedeutung, da es interessierten Schulen einen alternativen Weg zu Schulfruchtprogrammen aufzeigt. Die Auftaktveranstaltung verdeutlichte: Es bedarf vieler engagierter Partner, um die die Idee eines privat finanzierten Schulfruchtprogramms Wirklichkeit werden zu lassen.

Treibende Kraft in Hamburg ist die Initiative Fruchthandel mit ihrem Projektmanager Claus Anderson. Ihm gelang es, die Schule Slomanstieg und die Firma Aurubis für das Projekt zu begeistern. Die von der Europäischen Union geförderte 5 am Tag-Kampagne stellt kostenfrei Arbeits- und Unterrichtsmaterial für Schüler und Lehrer zur Verfügung. Außerdem wird sie in den nächsten Monaten kontinuierlich über das Projekt berichten. Der Großmarkt Hamburg sorgte für eine tolle Dekoration der Auftaktveranstaltung und wird in den nächsten Monaten die Schule mit Früchten beliefern. Erstes Basiswissen über Obst und Gemüse vermittelt in den ersten Projekttagen die Ökotrophologin Anke Marohn in den teilnehmenden 16 Schulklassen. Zusätzliche Impulse liefern Exkursionen zum Hamburger Großmarkt und in die Obstanbaugebiete der Region.

Schulleiterin Hiltrud Kneuer freut sich mit den Schülerinnen und Schülern, die häufig aus finanziell benachteiligten Familien kommen, über die kostenfreien Früchte: „Guten Appetit beim Früchte knabbern. Sie sollen euch schmecken und fit und schlau machen.“

Hamburg: Tägliches Obst an der Schule Am Sooren

Bereits seit November 2010 freuen sich die Schüler und Schülerinnen der Schule Am Sooren in Hamburg-Rahlstedt täglich über frisches Obst. Mit mehr als als 22.000 Portionen Obst wurden die 250 Schüler der Grundschule seitdem bereits beliefert. Möglich gemacht hat dies eine tolle Idee der Internationalen Fruchtimport Gesellschaft Weichert GmbH & Co. KG.

Inter Weichert hatte im Rahmen der Veranstaltungen zum 100-jährigen Firmenjubiläum um Spenden gebeten, damit das Projekt mit der Botschaft „Fünf am Tag“ in der Schule umgesetzt werden kann.

Inzwischen sind die regelmäßigen Extraportionen an Bananen, Äpfel, Orangen, Clementinen oder Kiwis zum festen Bestandteil des Schulalltags geworden. Die tägliche Verteilung und Zubereitung für die Klassen haben die Eltern unter der Leitung der Elternratsvorsitzenden Cornelia Müller organisiert: „Durch die persönliche Ansprache konnte ich mehrere Eltern gewinnen, dass sie mich unterstützen, aber mittlerweile werben weitere Eltern für die Aktion, so dass wir ein großes Team sind. Ohne die aktive Unterstützung meiner Kollegen im Elternrat wäre das Projekt nicht möglich.“

Damit die positiven Aspekte der Ernährung mit Obst und Gemüse bei den Schülern weiter vertieft werden, sind für die Zukunft ergänzende Aktionen geplant, wie ein Besuch auf dem Hamburger Großmarkt oder bei Obstbaubetrieben im Hamburger Umland. Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu sichern, hat sich Inter Weichert bereit erklärt, die Unterstützung für volle drei Jahre zu gewährleisten.

„Ohne den Partner Inter Weichert wäre die Aktion an der Schule nicht möglich gewesen, denn wir sind bedingt durch die soziale Lage der Schule angewiesen auf Sponsoren und Partner“, so Dieter Schröder, Schulleiter. Ein großer Dank geht deshalb an die Firma Inter Weichert und die Spender, die die Grundlage für dieses Projekt geschaffen haben.

Berlin: Pilotprojekt in Charlottenburg-Wilmersdorf

Dass Schulobst keine komplizierte Angelegenheit sein muss, hat das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf bewiesen und zusammen mit dem Berliner Großmarkt und dem Fruchthof Berlin ein Pilotprojekt zum Schulfruchtprogramm auf die Beine gestellt. Der Startschuss sorgte gleich am Mittwoch, dem 6. Januar 2010 für viele fröhliche Gesichter.

Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 wurde das Projekt um weitere Schulen ausgeweitet. Damit werden an acht Schulen insgesamt über 2600 Berliner Schüler, oft aus sozial schwachen Familien, einmal wöchentlich mit frischem Obst und saisonalen Früchten beliefert

Ziel ist es, den Kindern im Rahmen des Schulalltages zu vermitteln, wie wichtig eine ausgewogene und gesunde Ernährung sowie die körperliche Bewegung für jeden ist.

Das Programm wird allein durch den Fruchthof und die Berliner Großmarkt GmbH finanziert und mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf abgestimmt und soll auch den Berliner Senat erneut an das EU-Schulfruchtprogramm erinnern. „Berlin müsste lediglich 2 Euro pro Schüler und Jahr zahlen, eine kleine Investition mit großer Wirkung“, wie Großmarkt-Geschäftsführer Andreas Foidl weiß.

Geeignetes Obst & Gemüse

In unseren Tabellen finden Sie viele wertvolle Tipps und Ideen.

Unterricht mit Pfiff

Viele Ideen und Tipps für die Gestaltung des Ernährungsunterrichts gibt es hier
Probieren Sie es aus!

Finanziert mit Fördermitteln der Europäischen Union und des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz